Zwei Sprachen, doppelte Anstrengung?
Warum bilinguales Lernen oft natürlicher passiert, als viele denken
Ist bilinguales Lernen nicht zu anstrengend?
Zwei Sprachen in Kita und Schule klingen zunächst nach ständigem Übersetzen und doppeltem Lernen.
Doch Kinder erschließen sich Sprache anders.
Beim immersiven Erwerb tauchen sie direkt in die Zielsprache ein. Sie übersetzen nicht ständig hin und her, sondern verstehen Inhalte im passenden Kontext.
1. Kinder erwerben Sprache ganz natürlich im Alltag
Sie rechnen, forschen, spielen und entdecken auf Englisch und Deutsch.
Der Inhalt steht im Mittelpunkt und die Sprache wird dabei ganz natürlich zum Werkzeug.
- Verstehen beginnt vor dem ersten eigenen Satz
Kinder beobachten, hören zu und erkennen Abläufe. Forschungen zeigen zudem, dass sie bereits über Beobachtung, nonverbale Kommunikation und aktive Teilnahme lernen, lange bevor sie die neue Sprache selbst sprechen.
Mimik, Gestik, Bilder und Handlungen helfen ihnen dabei.
3. Vertraute Abläufe geben Sicherheit
Begrüßungen, Rituale und wiederkehrende Situationen schaffen Orientierung.
Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler begegnen Wörtern und Satzstrukturen immer wieder in einem verständlichen Zusammenhang.
Ob in der Kita oder später in der Schule: Kinder wachsen Schritt für Schritt in die zweite Sprache hinein.
Mit verlässlicher Begleitung und in ihrem eigenen Tempo wird sie zum selbstverständlichen Teil ihres Spielens, Lernens und Miteinanders.