Unterricht gibt oft die Möglichkeit von außen auf die verschiedenen Herausforderungen in der Welt zu schauen und mittels individueller Einblicke auch von innen auf diverse Probleme. Das Projekt "Bougouni - setzt eure Mittel clever ein" soll genau den Spagat wagen - die Vermittlung von Erfahrungen und Erlebnissen aus der bottom-up-Perspektive - und die Einbettung in einen Rahmen, den Blick von außen.
Hierzu wurde in einem ersten Schritt eine Familie aus der Sahel-Zone, die in Mali lebt kennengelernt: Haushaltsmitglieder, Besitz, sozioökonomische Merkmale des Landes - all das, was man in Geografie eben so macht. Ein Video, das weniger dokumentarischen Charakter hatte und mehr ein kommentierter Einblick in die ruralen Lebenswelten darstellte, rundete dieses Bild ab. Das Spiel "Bougouni" selbst, setzte nun die Schüler*innen in verschiedenen Haushalten in die Lage nachzuerleben, was nun das Leben unter den Bedingungen, die aus dem Unterricht bekannt und bisher vertieft werden konnten, bedeutet. Wirklich zu verstehen, was Menschen brauchen, weil man nacherleben kann, welche Herausforderungen tatsächlich erlebt werden, ist eine andere Art zu lernen, eine nachhaltigere. Die Auswertung dieses Spiels und des Gelernten hilft nun am Ende auch besser zu übertragen, wie bspw. Entwicklungshilfe aussehen sollte und welche Konsequenzen auch internationale Entwicklungen für Menschen in anderen Regionen haben.
(Text by SD)